Aufräumen

Die Aufräumerin wohnt hier nicht mehr – Tipps, um wieder ins Tun zu kommen

Gerade fühlt es sich an, als ob meine ganze Energie durch den Unternehmensstart aufgesaugt worden wäre und jetzt ein Loch da ist, das es mir unmöglich macht, weiter zu bloggen, die Werbung auf den Weg zu bringen oder zusammenzuräumen. Kennt ihr das auch? Darüber habe ich nun die letzten Tage intensiv nachgedacht, während ich mir – ich gebs zu – selbst leid getan hab.

Eben bin ich nach Hause gekommen, nachdem ich das Kind in die Krabbelstube gebracht und anschließend eine halbe Stunde die ganz kleine Nichte gesittet hab. Da hab ich mir gedacht, jetzt mach ich mir einen Kaffee und dann setz ich mich hin. Ich habe was zu sagen, auch wenn ich gerade nichts zum Herzeigen hab. Und darum gibt es von mir heute ein paar Tipps, mit denen das Aufräumen leichter fällt.

  • Gleich zu Beginn, um das schlechte Gewissen auszuschalten: Macht euch bewusst, dass es in unseren Genen liegt, dass wir sammeln. Die Unordnung wird einfach immer größer.  Als wir noch in Höhlen gelebt haben, war es überlebensnotwendig, dass wir Dinge gesammelt haben. Und was uns die Evolution mitgegeben hat, diese kleine Stimme, die immer sagt „Vielleicht brauch ich das irgendwann doch“, können wir nicht einfach von heute auf morgen überwinden. Außerdem wird von außen ständig an uns herangetragen, dass wir noch mehr Dinge brauchen. Da einfach nicht hinzuhören ist nahezu unmöglich. Darum ist es ganz wichtig, sich klar zu machen, dass wir Platz lassen müssen in unserem zu Hause und damit auch in unserem Leben, damit Neues kommen kann.
  • Was sich bewährt, wenn man zusammenräumen will, ist auf jeden Fall, sich von Sachen zu trennen und jeden Tag ein bisschen mehr zusammenzuräumen. Ich bin kein großer Fan von aufräumen in einem Rutsch. Ich persönlich glaube nicht, dass man dadurch eine Gewohnheit entwickelt. Aus meiner Sicht ist es besser, sich nach und nach daran zu gewöhnen, Sachen wieder an ihren Platz zurückzuräumen und/oder auszumisten. Am besten jeden Tag ein bisschen, bis es (meistens) wie von selbst geht.
  • Es ist besser zuerst zusammenzuräumen und dann erst noch nötige Aufbewahrungshilfen zu kaufen, als umgekehrt, weil man erst dann den Überblick hat, was man den überhaupt braucht.
  • Setzt euch realistische Ziele, die zu schaffen sind. Einen ganzen Tag, um das ganze Haus oder die ganze Wohnung in Ordnung zu bringen, ist nicht durchzuhalten. Man wird müde und hat keine Lust mehr und das Chaos ist noch größer als vorher und man gibt auf und hat das Gefühl, dass sich zusammenräumen sowieso nicht auszahlt. Lieber ein bis zwei Stunden bei einem Projekt verbringen und sich darüber freuen, wenn es erledigt ist.
  • Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut, warum sollte also euer zu Hause in einem Tag ordentlich werden und für immer bleiben. Es ist ein Prozess, an dem man immer ein bisschen arbeitet. Freut euch einfach, wenn ihr ein Projekt fertig und ein System implementiert habt, das besser ist, als das das vorher da war.
  • Lasst es auch mal gut sein. Ganz ganz wenige Menschen haben Wohnungen, die immer wie aus der Zeitschrift ausschauen. Wir leben in unseren Wohnungen, das darf man auch sehen. Dazu gehört auch, sich selbst zu verzeihen und es einfach nochmal zu probieren, wenn ein Projekt mal nicht geklappt hat.

Weiterführende Artikel, die mich hier inspiriert haben, findet ihr hier:

 

Alles Liebe,
eure Aufräumerin

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s